Tipps zum Wandern

Wandern ist einfach - ein Paar Schuhe, geeignete Kleidung und möglicherweise ein Rucksack sind alles, was es braucht. Wandern ist eine großartige Möglichkeit, neue Gegenden,nah und fern zu entdecken. Es ist eine Aktivität, bei der jeder und jede mitmachen und sich wohl fühlen kann. Darüber hinaus Wandern es sozial und bietet Raum für Gespräche und Zusammensein. Hier sind ein paar Tipps, mit denen deine Wandertour noch mehr Spaß macht.

Ausrüstung

Die richtige Ausrüstung ist maßgeblich, besonders in den Bergen. Die Kleidung muss in verschiedenen Witterungsgegebenheiten funktionieren. Investiere in vielseitige Kleidungsstücke, die vor Wind schützen, atmungsaktiv sind, schnell trocknen und wärmen. Du kannst auch dünne Softshell-Kleidungsstücke oder dichte Baumwolle und synthetische Stoffe wie Fjällrävens G1000 oder ähnliches wählen. Gewöhnliche Baumwollkleidungsstücke wie T-Shirts und Jeans sind eher ungeeignet, da das Trocknen eine Ewigkeit dauert, wenn sie durch Schweiß oder Regen nass geworden sind.

Der Rucksack sollte an dich angepasst sein; teste die Rückenlänge und den Tragegurt, auch im gepackten Zustand. Für Frauen lohnt es sich, sich die Damenmodelle mit kürzerem Rücken, angepassten Schultergurten und Tragegürtel genauer unter die Lupe zu nehmen. Ein Rucksack für den Tagesausflug sollte 30-50 Liter fassen. Für die längere Wanderung und Zeltreisen werden Rucksäcke ab 60 Litern benötigt.

Die Mode der niedrigen Stiefel aus Europa ist mittlerweile auch in Schweden mehr oder weniger angekommen. Ein niedriger Stiefel ist leicht, geschmeidig und vielseitig. Wenn das Gepäck schwerer und das Gelände anspruchsvoll wird, ist jedoch häufig ein höherer Schuh erforderlich, der den Fuß besser stützt. Frauen haben im Verhältnis schmalere Füße und breitere Waden und sollten sich Damenmodelle mit schmalerem Rist und breiteren Schäften ansehen.

Mehr Ausrüstungstipps findest du hier.

Übernachtung

Zelte bieten natürlich die ultimative Freiheit, genau dort zu bleiben, wo es dir passt. Denk daran, dass die Berge höhere Anforderungen an dein Zelt stellen als eine Flachlandwanderung. Entscheide dich lieber für etwas mehr Platz. Wenn ihr zu zweit seid, nimm ein Drei-Personen-Zelt. Das Plus an Komfort macht das zusätzliche Gewicht mehr als wett.

Mehr Zelttipps findest du hier.

Wenn du in einer Berghütte nächtigst, brauchst du keinen Schlafsack, sondern nur ein Reiselaken. Decken und Kissen gibt es in den Hütten. Ohrenstöpsel sind ratsam, denn müde Bergwanderer schlafen tief und schnarchen laut.

Light is right

Eine US-Studie legt nahe, dass die Wanderstrecke verdreifacht werden kann, wenn das Packgewicht halbiert wird. Spare Gewicht, indem du das Volumen großer Sachen reduzierst, und nicht indem du kleine Annehmlichkeiten zu Hause lässt. Versuche, bei Zelt, Rucksack, Schlafsack, Kochzubehör und Isomatte zu sparen. Lasse überflüssige Kleidung zu Hause. Keine Kompromisse beim Regenschutz: investiere in eine gute und vorzugsweise leichte Regenbekleidung.

Wir neigen oft dazu, Sicherheit mit einem randvoll gefüllten Rucksack gleichzusetzen. Doch das entspricht selten der Wahrheit. Mit einem leichteren Gepäck haben wir mehr Ausdauer, bleiben klar im Kopf und bewegen uns schneller. Deine Erfahrung bestimmt letztendlich, was unverzichtbar ist und was zu Hause gelassen werden kann. Notiere dir nach der Tour, was du wirklich gebraucht hast, und lasse beim nächsten Mal alles andere zu Hause.

Routine und Ordnung sind das A und O, jedes Ding hat seinen Platz. Das gilt für den Rucksack und auch für die Garderobe. Wenn sich alle deine Outdoor-Sachen an einem Ort befinden, sinkt das Risiko, etwas Wichtiges zu vergessen. Verwende Packtüten. Die Sachen sollten im Rucksack liegen und nicht außen dran hängen, da sie sonst runterfallen könnten.

Vier Kilometer in der Stunde

Mit einem Rucksack-Gewicht von 15 bis 20 Kilo laufen wir drei bis fünf Kilometer pro Stunde. Das heißt, für einen Kilometer braucht man zwischen 12 und 20 Minuten. Wenn es bergauf geht, dauert jedes Hundertstel Höhenmeter mindestens weitere zehn Minuten länger. Ein schwererer Rucksack reduziert die Geschwindigkeit erheblich, hauptsächlich weil man öfter pausieren muss.

So solltest du wandern

Folge Höhenkurven in unbefestigtem Gelände, beispielsweise lautet im Gebirge oberhalb der Baumgrenze die Regel, so wenig Höhe wie möglich überwinden. Oft kann man Energie sparen, indem man drumherum statt obendrüber läuft.

Tempo: Ein Maßstab für die richtige Geschwindigkeit ist, das wir uns dabei noch unterhalten können. Reduziere das Tempo erheblich, wenn es bergauf geht, und halte dann ein langsames und gleichmäßiges Tempo. Ein gleichmäßig ruhiges Tempo ist immer erfolgsversprechender als eilige Anstürme, nach denen pausiert werden muss.

Wahl des Weges: Auf Pfaden geht es am schnellsten. Empfohlene Wege sind auf der Karte vermerkt. Wenn dies nicht der Fall ist, ist es wichtig, die Geländearten und Höhenkurven auf der Karte zu lesen. In einem trockenen Sommer kann Moorland eine ausgezeichnete Route ausmachen, aber in einem Mückensommer sind die Berge über der Baumgrenze vorzuziehen. Oberhalb der Baumgrenze wandert es sich oft schnell, während Gestrüpp und Moor-Birken Energie und Zeit kosten.

Stöcke: Auf dem Kontinent ist es üblich, mit Stöcken zu wandern. Diese sorgen für ein besseres Gleichgewicht und schonen die Knie bei Abstiegen.

Waten: Beim Waten durchs Wasser muss der Tragegurt aufgeknöpft sein und die Schultergurte gelockert sein, damit der Rucksack beim Sturz leicht abgestoßen werden kann. Bewege jeweils immer nur einen Fuß. Stöcke sind eine gute Unterstützung beim Waten.

Abwechslung: Wechsle zwischen dem Tragen des Gewichts auf der Hüfte und über die Schultern, indem du den Tragegurt entsprechend einstellst.

Leichtfüßig: Vermeide steile Stufen und halte einen Kurs zwischen den Felsen auf dem Weg. Mit einem leichten Rucksack und einem trockenen Boden lassen sich Unebenheiten oft gut überwinden.

Sachen, die du nicht vergessen darfst

  • Erste Hilfe: Blutstopper, Wundreinigung, Nahtband, Pflaster, Schmerzmittel.
  • Karte und Kompass
  • Streichhölzer/Anzünder: Verlasse dich nicht ausschließlich auf die Piezo-Zündung des Gasbrenners.
  • Multitool/Messer
  • Stirnlampe
  • Sonnen- und Mückenschutz
  • Reparaturkit: Silbertape, Stopfnadel und Zahnseide, grobe Metallseide und Schnur.
  • Persönliche Medizin: Asthmaspray, Antihistamine, Insulin?
  • Wasserbehälter: Spare nicht an Flüssigkeitszufuhr.
  • Schnelle Energie: Energieriegel oder -gel als Reserve.

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