Damit Sie und Ihr Rucksack zu einer Einheit werden können, ist es ratsam, darüber nachzudenken, wann und wofür Sie den Rucksack einsetzen wollen.

Ein Modell zu finden, das für fast alles funktioniert, ist schwierig bis unmöglich; aber es ist nicht sehr schwierig, den optimalen Rucksack für gerade Ihr Abenteuer, Ihren Alltag oder Ihre Freizeit zu finden.

Was Sie anstreben sollten ist, einen Rucksack mit den folgenden Eigenschaften zu finden:

1. ein für den Verwendungszweck geeignetes Volumen

2. mit Eigenschaften und Funktionen, die für Sie wichtig sind

3. mit der richtigen Rückenlänge und gutem Sitz

Wie groß sollte mein Rucksack sein?

Je nachdem, wofür Sie Ihren Rucksack verwenden wollen, werden Sie mehr oder weniger Volumen benötigen. Eine Rolle spielt auch, welche Art von Ausrüstung Sie einpacken, Ihr persönlicher Packstil (Leicht- oder Schwerpacker), wie lange Sie unterwegs sein werden und welche Jahreszeit es ist. Zur Winterzeit nimmt die Ausrüstung mehr Volumen ein, so dass man ein paar Extra-Liter einkalkulieren sollte. Falls Sie ein Kind haben, müssen Sie vermutlich auch einen Teil von dessen Ausrüstung tragen, was ebenfalls mehr Platz erfordert. Die folgenden Empfehlungen können als Faustregel dienen.

Alltag und Tagesausflug: 20-35 Liter

Übernachtung, Wochenende und Hüttentour: 35-50 Liter

Backpacking: 45-65 Liter

Tour über mehrere Wochen mit Zelt: 60-90 Liter

Am besten ist es, wenn Sie Ihre komplette Ausrüstung im Rucksackinneren unterbringen und es vermeiden können, Dinge an der Außenseite zu befestigen. Dies trägt dazu bei, das Gewicht optimal zu verteilen, richtig zu packen sowie sicherzustellen, dass der Rucksack gut sitzt. Wählen Sie das Volumen des Rucksacks in Hinblick auf die Nutzungsform, zu der Sie ihn am häufigsten verwenden werden. Ein Rucksack sitzt immer dann am besten, wenn er gut gefüllt ist. Wenn Sie den Rucksack komprimieren, sollten Sie dies zuerst im Bodenbereich tun, bevor Sie etwas in den Rucksack legen. Auf diese Weise vermeiden Sie, dass der Großteil der Ausrüstung unten landet, was zu ungünstiger Gewichtsverteilung führt und sich der Rucksack schwer anfühlen wird.

Welche Art von Rucksack soll ich wählen?

Heute gibt es eine nahezu unbegrenzte Auswahl an Rucksackmodellen, was für Sie als Kunden einerseits wunderbar ist, andererseits aber auch zu Problemen führen kann: Manchmal sind es einfach zu viele Modelle, zwischen denen man sich entscheiden soll. Daher ist es sinnvoll, über die Funktionen und Details nachzudenken, die Ihr Rucksack haben sollte.

Öffnungen und Deckel

Beladung von vorne, oben und/oder unten? Deckeltasche oder Rollverschluss? Die Möglichkeiten, wie Sie an den Rucksackinhalt kommen, sind zahlreich. Frontloader-Rucksäcke sind sehr beliebt, weil man einfach ans Gepäck kommt und weil auch ein Gegenstand, der weit unten im Rucksack liegt, leicht erreichbar ist. Die meisten großen Wanderrucksäcke sind mit einem Bodenfach mit separater Öffnung ausgestattet, das oft "Schlafsackfach" genannt wird und das sich fast immer durch eine Trennwand vom Hauptfach abteilen lässt. Da Sie wahrscheinlich jede Nacht an den Schlafsack und andere Dinge für die Nacht gelangen wollen, ist so ein Fach praktisch, weil man alles an einem Ort hat.

Eine Deckeltasche dient als zusätzliches Fach und lässt sich bei vielen Modellen zudem in eine Hüfttasche verwandeln: Sehr praktisch, wenn Sie zum Beispiel eine Gipfeltour unternehmen und nur das Nötigste dabei haben wollen. Ist die Deckeltasche außerdem höhenverstellbar, schafft dies zusätzlichen Raum unter dem Deckel. Der Vorteil eines Rollverschlusses und anderen Optionen zum Öffnen ist, dass man einen dichteren Rucksack mit weniger Schwachstellen erhält.

Wasserdichter Rucksack

Wasserdicht oder nicht? Der offensichtliche Vorteil eines wasserdichten Rucksacks ist natürlich, dass Sie sich nie darüber Sorgen machen müssen, dass Ihre Sachen nass werden. Darüber hinaus sind wasserdichte Gewebe meist etwas strapazierfähiger. Aber in der Regel sind solche Rucksäcke schwerer und es fehlen oft Außentaschen. Um die Sachen im Rucksack trocken zu halten, kann man sich daher stattdessen auch einer Regenabdeckung und/oder wasserdichter Packsäcke bedienen.

Die Hüft- und Schultergurte

Dann ist da noch die Sache mit dem Hüftgurt. Bei größeren Rucksäcken ist ein solcher unserer Meinung nach notwendig, zumindest, wenn man sicher, richtig und bequem tragen will. Bei den kleineren Modellen reicht oft ein sogenannter Hüftriemen, weil man hier nicht so schwer zu tragen hat. Viele Modelle sind auch mit abnehmbaren oder verstaubaren Hüftgurten ausgestattet: Dies kann ein Vorteil sein, wenn Sie häufig mit Ihrem Rucksack reisen oder ihn im Alltag verwenden wollen, wo man den Gurt dann selten verschließt. Für Backpacker ist ein großer Rucksack mit verstaubarem Tragesystem die bevorzugte Wahl: Bequem und einfach unterzubringen, wenn Sie mit Bus, Bahn, Taxi oder Flugzeug unterwegs sind. Darüber hinaus ist es nicht notwendig, zusätzlich eine Reiseschutztasche zu kaufen.

Leichtpacker?

Wenn Sie leichtere Lasten tragen wollen, ist es ratsam, sich für einen Rucksack zu entscheiden, der nicht so viel Eigengewicht hat – denn Gramm werden schnell zu Kilos. Für die meisten leichten Rucksäcke gibt es allerdings eine empfohlene Maximallast, die man auch nicht überschreiten sollte. Achten Sie darauf, bevor Sie einen Rucksack auswählen. Oft ist das Tragsystem nicht so strukturiert und stabil wie bei schwereren Rucksäcken, hier gibt es erhebliche Unterschiede. Darüber hinaus fallen alle Eigenschaften und Funktionen bei einem leichten Rucksack etwas weniger robust aus, weshalb man einen solchen Rucksack entsprechend behandeln sollte.

Frauenrucksäcke

Heutzutage gibt es viele Rucksäcke, die speziell für Frauen entwickelt sind. Sie sind oft in der Rückenlänge etwas kürzer und mit einem Tragesystem ausgestattet, das für die weiblichen Körperformen konzipiert ist: Etwas schmaler zwischen den Schultern, Schultergurte, die so geschnitten sind, dass sie nicht über dem Busen verlaufen und ein Hüftgurt, der abgewinkelt ist. Nicht besonders große und eher schmal gebaute Männer haben oft Schwierigkeiten, einen Rucksack zu finden, der passt; Frauenmodelle können auch für sie eine Alternative sein.

Rückenlänge und Passform

Alle Körper sind verschieden und daher passt ein und derselbe Rucksack nicht optimal bei allen. Bei vielen Modellen ist es jedoch möglich, die Rückenlänge zu verstellen oder aus verschiedenen Längen zu wählen. Die Rückenlängenmaße können sich leicht von Hersteller zu Hersteller unterscheiden: Daher ist es wichtig, dass Sie Ihren Oberkörper der Länge nach messen, um einen Rucksack zu bekommen, der passt.

Das Messen der Rückenlänge

Hierzu brauchen Sie ein Maßband und jemanden, der Ihnen bei der Messung hilft. Suchen Sie den kleinen Vorsprung im Nacken, den Halswirbel C7, und messen Sie ab da. Stemmen Sie dann Ihre Hände in die Taille, auf Höhe des Beckenkamms und mit den Daumen in Richtung Wirbelsäule zeigend. Messen Sie nun den Abstand von C7 entlang der Wirbelsäule bis zu der gedachten Linie zwischen den Daumen.

Einige Rucksäcke haben verstellbare und abnehmbare Hüftgurte. Um hierfür die richtige Größe zu finden, legen Sie das Maßband in der Höhe des Beckenkamms um die Taille.

Richtig packen:

Halbschweres legt man am Schluss oben drauf, z.B. Kamera und Hygieneartikel

Schweres packt man so nahe am Rücken wie möglich, z.B. Zelt, Kocher und Essen

Leichte Gegenstände wie z.B. Kleider legt man in den vorderen Bereich

Gepresste und leichte Gegenstände wie z.B. Schlafsack legt man auf den Boden des Rucksacks

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