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Wählen Sie die richtige Schlafsack

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Gibt es etwas schöneres, als sich nach einem Tag auf dem Berg in den Schlafsack zu kuscheln? Wir finden, dass dieses Gefühl nur schwer zu übertreffen ist. Andererseits ist es auch wirklich schön, am nächsten Morgen erfrischt aufzuwachen und das Gefühl zu haben, dass die Energiespeicher wieder aufgefüllt sind. Ihr Schlafsack kann in diesem Zusammenhang durchaus entscheidend sein. Wenn Sie über die Anschaffung eines Schlafsacks nachdenken, sind es im Wesentlichen zwei wichtige Themenbereiche, mit denen Sie sich beschäftigen müssen:

  • Während welcher Jahreszeiten soll der Schlafsack verwendet werden? Kurz gesagt, mit welchen Temperaturen soll er klarkommen?
  • Sollten Sie sich für einen Daunen- oder eine Synthetik-Schlafsack entscheiden?

 Temperaturgrenzwerte gemäß der Norm EN 13537

Alle Schlafsäcke hier bei Outnorth (mit wenigen Ausnahmen) sind gemäß der europäischen Norm EN 13537 temperaturgetestet. Das macht es für Sie einfach, verschiedene Modelle und Varianten miteinander zu vergleichen. Ein tatsächlich recht schlaues System. Nach dieser Standardisierung gibt es drei wichtige Temperaturangaben:

T comf – Niedrigste Komforttemperatur für Frauen

T lim – Niedrigste  Komforttemperatur für Männer

T ext – niedrigste Überlebenstemperatur für Frauen

 Der Test wird mit Oberteil, Hose und Socken durchgeführt, vergleichbar mit einer dünneren Basisschicht. Eine weibliche Testperson ist 25 Jahre alt, 160 cm groß und 60 kg schwer; eine männliche Testperson ist ebenfalls 25, 173 cm groß und 73 kg schwer. Nun wissen Sie ebenso gut wie wir, dass dieses Alter und diese Körpermaße nicht auf alle zutreffen, weshalb diese Temperaturwerte nicht als die absolute Wahrheit, sondern als Richtwerte zu verstehen sind. Da Frauen in der Regel früher kalt wird als Männern, ist T comf immer ein höherer Wert im Vergleich zu T lim. Unabhängig davon, ob es sich um einen Frauen- oder Männerschlafsack handelt, wird in der Regel die Komforttemperatur für Männer angegeben (so verrückt dies auch ist): Seien Sie hier also besonders aufmerksam, damit der Schlafsack temperaturmäßig das hält, was Sie von ihm erwarten.

Wie so vieles andere im Leben sind die Temperaturangaben gemäß EN 13537 individuell verschieden zu interpretieren. Darüber hinaus gibt es noch andere Faktoren (die im Test nicht einbezogen werden) wie etwa Ihre Schlafunterlage, Hunger oder Wind, die beeinflussen, wie Sie die Kälte vertragen. Nicht zu vergessen! 

Frühling, Sommer, Herbst oder Winter?

Leider gibt es keinen Schlafsack, mit dem Sie in der Lage wären, das ganze Jahr über bequem darin zu schlafen. Ein Schlafsack, der für den Winter gedacht ist, wird im Sommer viel zu warm sein, und Sie tragen außerdem unnötiges Gewicht mit sich herum. Wie in so vielen anderen Bereichen gilt es also, den Schlafsack danach auszuwählen, wann Sie ihn am meisten benutzen.

Wenn Sie Ihren ersten Schlafsack kaufen, ist ein 3-Jahreszeiten-Modell, das Sie sowohl in Frühling, Sommer und Herbst verwenden können, eine gute Wahl. Natürlich kann es in einem solchen Schlafsack in heißen Sommernächten zu warm werden, aber dann öffnen Sie einfach den Reißverschluss und entlüften ihn. Eine weitere Faustregel ist, dass Sie bei der Entscheidung zwischen zwei Modellen mit unterschiedlichen Temperaturwerten immer das nehmen sollten, das wärmer ist. Wie gesagt, überschüssige Wärme kann man immer leicht loszuwerden, aber es ist schwieriger, einen Schlafsack warm zu bekommen, wenn Sie zu frieren beginnen. Wenn Sie grundsätzlich zum Frieren neigen, ist dies auf jeden Fall ein weiterer Grund, um sich für die wärmere Variante zu entscheiden.

Ob Sie nun Männlein oder Weiblein sind, ein Drei-Jahreszeiten-Schlafsack sollte eine Komforttemperatur zwischen -3° C bis -10° C aufweisen, ein Schlafsack für Frühjahr und Sommer um die 0° C oder einige Minusgrade. Schlafsäcke, die nur für den Sommer gedacht sind, haben in der Regel einige Plusgrade als Komforttemperatur angegeben und eignen sich auch sehr gut auf Reisen oder zum Gebrauch im Haus. Für den skandinavischen Winter sollten Sie einen Schlafsack von -15° C bevorzugen.

Ein Schlafsack mit Wärmekragen ist eine feine Sache: Fast alle Drei-Jahreszeiten-Schlafsäcke und definitiv alle Winterschlafsäcke sind damit ausgestattet. Ist der Kragen zugezogen, verhindert dies, dass die warme Luft ihren Weg entlang von Hals und Nacken findet; stattdessen bleibt sie im Schlafsackinneren.

Daune oder Kunstfaser?

Dass ein Schlafsack mit Daunenfüllung weniger wiegt und weniger Platz beansprucht als ein synthetischer Schlafsack (mit der gleichen Komfort-Temperatur), ist grundsätzlich richtig. Die Entwicklung bei den Kunstfasermaterialien ist jedoch in den letzten Jahren stetig fortgeschritten, und langsam aber sicher wiegen die künstlichen Materialien immer weniger. Bislang erzeugen aber Daunen immer noch die meiste Wärme bei geringem Gewicht und Volumen.

Daunen sind auch fast immer die teurere Option, aber dafür hält ein Daunenschlafsack auch länger, wenn er gut gepflegt wird. Bei einem Synthetikschlafsack lässt nämlich nach einigen Jahren der Nutzung die Wärmewirkung nach, weil die Füllung allmählich verdichtet und verschlissen wird. Sollten Sie vorhaben, Ihren Schlafsack oft unter feuchten Bedingungen zu verwenden, so ist ein Modell mit synthetischer Füllung zu bevorzugen. Diese wärmt nämlich auch dann, wenn sie ein wenig feucht geworden sein sollte, was bei einer Daunenfüllung nicht der Fall ist (wenn Sie den Schlafsack zwischen den Anwendungen nicht trocknen).

Kurz gesagt: Wollen Sie Gewicht und Volumen minimieren und die bestmögliche Wärmewirkung erzielen, ist ein Daunenschlafsack die richtige Wahl. Sollte Ihnen dies nicht so wichtig sein, und ist Ihre Geldbörse dagegen vielleicht ein bisschen dünner, nehmen Sie Kunstfaser. 

Länge und Passform

Regular, long, 6'6, short, X-long, 185 cm, 179 cm – ein Schlafsackmodell wird immer in verschiedenen Längen hergestellt. Längenvarianten gibt es viele, aber sie haben eines gemeinsam: Es ist immer die Liegelänge angegeben, also die Länge des Körpers, für die der Schlafsack vorgesehen ist. Ist die angegebene Länge 183 cm, können Leute bis zu einer Körpergröße von 1,83 m bequem in diesem Schlafsack schlafen. Das Innenmaß des Schlafsack ist dagegen immer etwas länger.

Es ist unter keinen Umständen eine gute Idee, bei der Länge zu sparen, noch ist es sinnvoll, hier zu großzügig zu sein. Wenn Sie einen zu kurzen Schlafsack wählen, drückt Ihr Körper gegen die Außenwände und strafft diese, was zur Bildung von Kältebrücken führt. Die Luft, die Sie mit Ihrer Körpertemperatur aufheizen, kann nicht mehr zirkulieren und man beginnt zu frieren. Wenn Sie einen zu langen Schlafsack wählen, müssen Sie mehr Luft erwärmen und warm halten, was zum gleichen Szenario führt. Darüber hinaus tragen Sie unnötiges Gewicht und Volumen mit sich herum. Nein, der Schlafsack muss genau richtig sein. Befinden Sie sich im Grenzbereich für die empfohlene Länge des Körpers, wird’s kompliziert: Unser Tipp ist, dann die längere Version zu nehmen, wenn Sie bei Gewicht, Volumen und Platzangebot nicht geizen wollen.

Es ist absolut erforderlich, darüber nachzudenken, ob Sie ein Innenwender oder ein Mitwender sind. Will sagen: ob Sie sich innerhalb des Schlafsacks umdrehen wollen können oder mit dem gesamten Schlafsack. Sind Sie ersteres, dann sollten Sie einen Schlafsack in Mumienform in Erwägung ziehen, der etwas geräumiger ist, oder aber sich für ein rechteckiges Modell entscheiden. Das würde ein paar Gramm mehr bedeuten, aber das sollte eine gute Nachtruhe wert sein.

Bei Outnorth gibt es auch eine Reihe von Schlafsäcken, die speziell für Frauen konzipiert sind. Diese sind meist in der Länge etwas kürzer, etwas schmaler im Schulterbereich, mit einem proportional breiteren Schnitt in Höhe der Hüfte und an den Füßen besser isoliert. Sind Sie ein eher kurz gewachsener und etwas dünnerer Mann, so könnte es eine gute Idee sein, auch auf diese Modelle ein Auge zu werfen.

Reißverschluss

Die meisten Schlafsäcke sind mit Reißverschlüssen auf der rechten und linken Seite ausgestattet. Für die meisten spielt das keine Rolle, aber es ist grundsätzlich am besten, den Reißverschluss auf der gegenüberliegenden Seite der dominanten Hand zu haben. Kurz gesagt: Sind Sie Rechtshänder, dann wählen Sie einen Schlafsack mit dem Reißverschluss auf der linken Seite.

Halblanger Reißverschluss oder in voller Länge? Wieder ist dies eine Frage von Bequemlichkeit contra Gewicht und Volumen. Sind Sie ein echter Grammjäger, dann wählen Sie einen Schlafsack mit Reißverschluss in halber Länge. Sie verlieren die Fähigkeit, den Schlafsack am Fußende zu entlüften, aber sparen möglicherweise lebenswichtiges Gewicht ein. Die meisten Schlafsäcke sind mit einem Zwei-Wege-Reißverschluss in voller Länge ausgestattet, so dass die Wahl für uns Normalsterbliche nicht so schwierig ist. 

Fast alle Hersteller rüsten ihre Schlafsäcke heutzutage mit YKK-Reißverschlüssen aus. Das ist hervorragend, weil es Ihnen ermöglicht, zwei Schlafsäcke miteinander zu verbinden, um es gemütlicher oder wärmer zu haben. Allerdings gibt es einen Haken: Die Reißverschlüsse werden in verschiedenen Größen hergestellt, und zum Zusammenkoppeln muss die Dimension übereinstimmen. Eine Regel (für die wir bislang noch keine Ausnahme gefunden haben) ist, dass die Schlafsäcke in einer Serie die gleiche Reißverschluss-Dimension haben – z.B. die Serien Extreme Lite von Western Mountaineering, Haglöfs Zensor oder Marmot Wave. Möchten Sie zwei Schlafsäcke miteinander verbinden, so ist es ratsam, zwei Modelle aus der gleichen Serie zu wählen.

Mit oder ohne Membran?

Einige Schlafsäcke auf dem Markt sind mit einer Membran ausgerüstet, die sie absolut wasserdicht macht. Dies hat seine Vor- und Nachteile: Schlafen Sie häufig im Biwak, unter einem Tarp oder ähnlichem, so ist eine Membran vorteilhaft. Dadurch wird die Isolierung des Schlafsacks vor Nässe oder Feuchtigkeit geschützt, auf jeden Fall von der Außenseite.

Der Haken ist, dass die Feuchtigkeit und der Dampf, den Ihr Körper während der Nacht abgeben, nicht so leicht entweichen können, da ein Membrangewebe dichter ist als ein Nylon-Gewebe ohne Membran. Dies lässt sich beheben, indem man die optimale Temperatur innerhalb des Schlafsacks hält, so dass die Belüftung ausreichend ist. Eine weitere Option ist es, einen "Schweißfänger" zu verwenden – auch VBL genannt, was für „Vapor Barrier Liner“ steht. Dieses Laken fungiert also als Dampfbarriere, die die Feuchtigkeit des Körpers während der Nacht aufhält. Eine schwitzige Angelegenheit, aber dafür hat man morgens einen trockenen Schlafsack.

Sind Sie in erster Linie ein Drei-Jahreszeiten-Nutzer, der fast ausschließlich im Zelt schläft, ist eine Membran weniger wichtig, da sie den Schlafsack schwerer und voluminöser macht. Besser in ein gutes Zelt investieren, das die Feuchtigkeit draußen hält. Sollten Sie sich sorgen, dass das Fußende des Schlafsacks durch Kontakt mit der Zeltwand nass werden könnte: Ziehen Sie Ihre Hardshell-Jacke darüber, und das Problem ist gelöst.

 Autor: Kajsa Albrechtsson/Outnorth

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